

Im Interview verrät Lucien, wie die Idee für den Tour de Contrôle entstanden ist und welche Reaktionen der All-In-One Sculptural Desk auf der DDW hervorgerufen hat.
Lucien Nicou: Schon als Kind habe ich Dinge zerlegt, denn ich wollte verstehen, wie sie funktionieren. Nach und nach habe ich dann meine eigenen Sachen konstruiert und versucht, Gegenstände zu verbessern und ihnen eine persönliche Note zu geben. Zudem liebe ich die Verbindung von Klang und Licht und versuche mit meinen Objekten und Installationen, dem Anwender eine besondere, außergewöhnliche Erfahrung zu vermitteln.
Lucien Nicou: Ich habe Tour de Contrôle entwickelt, um meine Forschungen über Klang und dessen Wirkung auf den menschlichen Körper (in Kombination mit den übrigen Sinnen) in einem System zu kombinieren. Bereits seit einigen Jahren beschäftige ich mich mit der Visualisierung und Übersetzung von Klang, daher wollte ich ein Instrument schaffen, das es Künstlern ermöglicht, eine neue Art der Klangerzeugung zu erkunden. Während die Künstler mit dem Instrument spielen, bewegt sich der Klang durch den Raum und wird in Echtzeit in Licht übersetzt. Das System ermöglicht eine neue Art, Klang wahrzunehmen – sowohl für den Künstler als auch für das Publikum.
Lucien Nicou: Natürlich gibt es zahlreiche audiovisuelle Installationen, die ebenfalls in diese Richtung gehen. Trotzdem sehe ich den Tour de Contrôle als etwas Neuartiges, da es ein Standalone-Gerät ist, das alle Elemente bereits beinhaltet und in dieser Form sowohl auf einer Bühne, in einer Galerie oder mitten in einer Menschenmenge zum Einsatz kommen kann. Zudem ist der Sound als Steuermedium nicht vorprogrammiert oder über Timecode gesteuert – der Künstler spielt das Instrument in Echtzeit und hat jederzeit die kreative Kontrolle über das Gesamterlebnis.
Lucien Nicou„Das Publikum war überwältigt, viele konnten kaum glauben, was sie erlebt haben.“
Lucien Nicou: Ich habe jeden Tag neue Künstler eingeladen, die auf dem Tour de Contrôle gespielt haben. Jeder Künstler hatte einen individuellen Ansatz, das System zu nutzen, was immer wieder zu neuen, einzigartigen Erlebnissen geführt hat. Das Publikum war überwältigt, viele konnten kaum glauben, was sie erlebt haben. Es gab viele sehr intensive Momente, die bei den Besuchern, den Künstlern und bei mir in Erinnerung bleiben werden.
Lucien Nicou: Als Lichttechniker habe ich über die Jahre diverse LED-Stroboskope kennengelernt. Ganz egal, in welchem Setup – für scharfe Konturen hinter einem DJ oder für eindrucksvolle Wash-Effekte über einer größeren Menschenmenge – der THUNDER WASH 600 RGBW hat mich stets begeistert. Für die Tour de Contrôle Installation kommen acht identische Totems zum Einsatz, die in einem großen Kreis angeordnet und auf den Kreismittelpunkt ausgerichtet sind. Jedes Totem besteht aus einem Studiomonitor, einem THUNDER WASH 600 RGBW auf Brusthöhe sowie einem Blinder unmittelbar über dem Boden. Deshalb spielen nicht nur die Lichtqualität, sondern auch das niedrige Gewicht, die kompakten Abmessungen und die flexiblen DMX-Steuerungsmodi eine entscheidende Rolle.
© Jakob Rieper
Lucien Nicou: Ich verwende eine Custom-Software, die es den Künstlern ermöglicht, den Klang im Raum zu manipulieren. Je nachdem, woher der Ton kommt und wo im Raum er wiedergegeben wird, wird der Pegel analysiert und in ein DMX-Signal umgewandelt. Kommt der Ton von den analogen Live-Eingängen, wird er in Kunstlicht umgewandelt, kommt er von den acht Loopern, wird er mit dem THUNDER WASH 600 RGBW in LED-Licht umgewandelt.
Um jedem Looper eine andere Farbe zuzuordnen, weise ich die Amplitude bestimmten Gruppen von RGBW-Kanälen zu. Auf diese Weise kann der Künstler den RGBW-Wert der abgespielten Samples über vier Regler beeinflussen. Dank der schnellen und präzisen Farbkurve des THUNDER WASH 600 RGBW lassen sich durch das Verändern der Farbkanäle Flimmereffekte ähnlich wie bei einem Stroboskop erzeugen.
© Celeste Imagine
Lucien, vielen Dank für das Interview!
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