

Wir haben Rocketchris in der Alten Kongresshalle in München besucht und mit ihm über seine Arbeit mit Rea Garvey, sein Design für die Roots-Tour und den Einsatz der verschiedenen Cameo Scheinwerfer gesprochen.
Chris Glatthor: Bei Rea ist jede Show anders. Er ist der Boss und entscheidet spontan, was er macht, wie er mit dem Publikum interagiert usw. Das ist das Spannende bei einer Liveshow – und der Grund, warum eine Timecode-Show in diesem Setting nicht funktionieren würde. Ich drücke alles live, auch um auf diese Momente reagieren zu können. All das, was man auf der Bühne sieht, entsteht in einem Prozess, einer Art Ping-Pong, im Zusammenspiel mit Rea. Es ist wichtig, dass ein Künstler das Gefühl hat, dass es seine Bühne ist und nicht meine. Zudem ist Rea immer offen für kreative Ideen und vertraut mir, selbst wenn bestimmte Sachen bei den ersten Shows nicht unmittelbar funktionieren. So ein Vertrauen findet man nicht oft.
Chris Glatthor: Die Roots-Tour ist in mehrfacher Hinsicht etwas Besonderes: Es ist die erste richtige Tournee seit mehreren Jahren. Zudem gibt es kein neues Album zu dieser Tour, deswegen auch der Name „Roots“. Wir spielen in kleinen Clubs mit Kapazitäten von circa 600 bis 1000 Personen und das Budget ist überschaubar. Trotz dieser Situation war es der Wunsch von Rea, Material mitzunehmen, um sicherzustellen, jeden Tag die gleichen Looks umsetzen zu können und dem Publikum überall das gleiche Erlebnis zu bieten – unabhängig davon, wie der Raum beschaffen ist und was wir in den Clubs an Material vor Ort haben.
Chris „Rocketchris“ Glatthor„Die Scheinwerfer sind meine Emotionsverstärker.“
Chris Glatthor: Nein, nicht wirklich. Ich hatte vorab 2-3 Tage Zeit, zuhause ein wenig zu programmieren und schon ging es in den ersten Club. Alles weitere entstand dann in den Locations.
Chris Glatthor: Ja, denn ich arbeite als Lichtdesigner nicht für mich, sondern immer für den Künstler. Ich versuche, die Musik, die Lyrics und die Message aufzunehmen und für das Publikum zu vergrößern. Die Scheinwerfer sind meine Emotionsverstärker. Die Basis bilden dabei immer die Farbräume, mit denen ich die Grundstimmung der einzelnen Songs aufgreife. Eine romantische Ballade funktioniert nun mal nicht mit grünem Licht.“
Chris „Rocketchris“ Glatthor„In Clubs brauche ich Scheinwerfer, die auch auf kurze Distanz Atmosphäre erzeugen können.“
Chris Glatthor: Wenn es um einen eigenständigen Look geht, haben die PIXBAR SMD IP G2 mit Sicherheit die größte visuelle Dominanz. Die PIXBAR sind in gestackter Variante über die gesamte Bühnenbreite verteilt und strahlen als Backlight am Boden die Folie an. Ebenfalls begeistert haben mich die AZOR S2. Das sind tolle, kompakte Spots, die bei mir in sechsfacher Ausführung auf dem Boden stehen und trotz ihrer Kompaktheit sehr viele Möglichkeiten bieten. In kleinen Clubs hat man naturgemäß wenig Abstand zwischen Lampe und Künstler. Also braucht man Scheinwerfer, die auch auf kurze Distanz Atmosphäre erzeugen können, zum Beispiel durch Gobos. Mit Ihren Farben und dem weiten 50°-Zoom haben mich die AZOR S2 echt beeindruckt. Und Punch haben sie auch ganz schön, vor allem für die kompakte Größe. Hinzu kommen noch zwölf ZENIT Z180 G2 an unterschiedlichen Positionen, etwa als Seitenlicht oder für die atmosphärisches Upstage-Beleuchtung.

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