

„Früher war das eher eine Randerscheinung“, erinnert sich Philip Friedrich, Teamlead der VAS-Abteilung. „Da haben wir vielleicht zehn Lackieraufträge im Jahr umgesetzt. Heute ist das zu einem echten Kerngeschäft geworden.“ Die steigende Nachfrage zeigt klar: Farblich maßgeschneiderte Produkte sind im AV-Installationsmarkt keine Seltenheit mehr. Damit die steigende Zahl an Projekten zuverlässig umgesetzt werden kann, arbeitet die VAS-Abteilung mittlerweile mit mehreren externen Lackierbetrieben zusammen.
Die Projekte, die bei VAS eintreffen, könnten vielfältiger kaum sein. Zu den jüngeren Beispielen gehört die Lackierung der LD Systems CURV 500 Array-Satelliten für das Schokoladenmuseum Köln – natürlich in Schokobraun, passend zur Gestaltung der Wände. „Der Kunde hat uns Fotos geschickt, und unser Lackierer hat mithilfe seiner Farbmischmaschine den Ton perfekt reproduziert“, erläutert Philip Friedrich.
Ein weiteres Beispiel ist eine italienische Reederei, die mehrere ihrer Schiffe mit Scheinwerfern in individueller Farbgestaltung ausstattet. Auf Basis von Fotos des Marmorfußbodens wurde ein nahezu identischer Farbton gemischt, damit die installierten Scheinwerfer auf dem Schiffsdeck optisch „verschwinden“. Solche Projekte zeigen, wie eng die VAS-Abteilung mit Kunden, Außendienst, Field Application Engineers und externen Lackierern zusammenarbeitet – und wie hoch der Anspruch an Präzision und Optik ist.
Was auf den ersten Blick aussieht wie ein schnelles Überlackieren, ist in Wirklichkeit ein anspruchsvoller Prozess. „Viele denken beim Lackieren an die klassischen Sprühdosen“, kommentiert Philip Friedrich. „Aber der Lack, den wir verwenden, kostet allein schon bis zu 190 Euro pro Liter.“ Hinzu kommen die Arbeitsstunden des Lackierers sowie die Vor- und Nachbereitung der Produkte rund um den Lackierprozess. Hier gilt: je höher die IP-Zertifizierung, desto aufwändiger:
Viele Komponenten müssen zunächst demontiert werden
Kabelwege, Dichtungen und weitere Bestandteile dürfen nicht beschädigt werden
Nach dem Lackieren erfolgt der komplette Wiederzusammenbau durch das VAS-Team
Für Moving Lights ist der Aufwand noch größer: „Überall dort, wo bewegliche Teile im Einsatz sind, besteht die Gefahr, dass sich Lack an Reibstellen abnutzt“, erläutert Philip Friedrich. Bei Installationen auf Kreuzfahrtschiffen müssen Lackierungen zudem besonders widerstandsfähig gegen UV-Strahlung, Salzwasser und Witterungseinflüsse sein. „Bei Hochsee-tauglichen Lackierungen sind bis zu sieben Lackschichten erforderlich, bevor die nötige Beständigkeit erreicht wird“, erläutert Philip Friedrich.
Nach dem Zusammenbau durchlaufen alle Produkte in der VAS-Abteilung eine umfangreiche technische Prüfung:
Vollständige Funktionskontrolle
Elektrische Sicherheitsprüfung
VDE-Test zur rechtlichen Absicherung
Erst dann gehen die lackierten Produkte wieder in den Versand. „Wir möchten sicherstellen, dass der Kunde ein voll funktionsfähiges Gerät erhält – optisch wie technisch“, betont Philip Friedrich.

Der VAS-Lackierungsservice deckt die gesamte RAL-Palette ab, sowohl in matt als auch in glänzend. Und wenn ein Kunde Sonderwünsche hat? Kein Problem: Mit einer digitalen Farbmischmaschine können Lackierer auf Basis eines guten Fotos nahezu jeden gewünschten Farbton reproduzieren – wie bei den Projekten in Köln oder Italien. „Wenn das Foto brauchbar ist, kann die Maschine den Farbton sehr gut erkennen und nachbilden“, sagt Friedrich.
Der VAS-Lackierungsservice ist flexibel, sowohl bei der Anzahl der Produkte als auch bei den Modellen. Lackiert wird auch ein einzelner Lautsprecher oder Scheinwerfer – bis hin zu hohen Stückzahlen wie bei einem aktuellen Projekt, dass rund 270 Scheinwerfer für ein großes Gebäudeprojekt umfasst. Auch wenn Lautsprecher – insbesondere die CURV 500 Serie – weiterhin zu den meistlackierten Produkten gehören, wächst der Beleuchtungsbereich immer mehr. Hier gehören vor allem die ZENIT-Modelle W600 und B200, aber auch die PIXBAR-Serie zu den am häufigsten nachgefragten Cameo-Modellen.
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