

Einzigartiges Broadway-Projekt
Masquerade ist ein immersives Gesamterlebnis: In einem mehrstöckigen Gebäude durchlaufen Zuschauer verschiedene Räume, Szenen und Perspektiven. Mal stehen sie direkt neben Darstellern, mal bewegen sie sich durch Soundscapes, mal hören sie aus der Ferne Dialoge. Eine klassische Front-of-House-Beschallung existiert nicht. Dies stellt das Sounddesign und die verwendete Audiotechnik vor enorme Herausforderungen:
„Das Besondere an diesem Projekt ist, dass sich Publikum und Darsteller denselben Raum teilen“, erläutert Brett Jarvis. „Die Lautsprecher zeigen also meist direkt auf die Mikrofone, was eine extreme Feedback-Kontrolle erforderte.“ Zudem musste das Sounddesign-Team von Masquerade einen Weg finden, um die Mikrofon- und Audiosignale mit den Zuschauern durch das Gebäude zu bewegen. Hierzu setzte Brett Jarvis auf die ShowPulse Automix-Software, die gemeinsam mit Software-Designer Sean Beach über Jahre hinweg für immersive Theaterformate entwickelt wurde.

Brett Jarvis, Sounddesigner bei Masquerade„Uns war von Anfang an klar, dass wir ein Beschallungssetup brauchten, das für jede Raumgröße gleich gut klingt und die Klangfülle des Phantom-Scores in jedem Raum abbilden kann – vom Schlafzimmerformat bis zum großen Ballsaal.“
Von der Idee zum System
„Uns war von Anfang an klar, dass wir ein Beschallungssetup brauchten, das für jede Raumgröße gleich gut klingt und die Klangfülle des Phantom-Scores in jedem Raum abbilden kann – vom Schlafzimmerformat bis zum großen Ballsaal“, erläutert Brett Jarvis. In diesem Zusammenhang spielte die Skalierbarkeit und Modularität eine entscheidende Rolle – nicht zuletzt, um die Systeme in ihrer vertikalen Abstrahlung flexibel an unterschiedliche Raumhöhen anpassen zu können und gleichzeitig zu vermeiden, dass der Schall in benachbarte Räume übertritt.
Die Suche nach geeigneten Herstellern führte Brett Jarvis auch zu LD Systems. „Ich hatte bislang lediglich die MAUI-Serie gehört und stellte nach einer kurzen Online-Recherche fest, dass das Portfolio alle meine Wünsche abdeckte.“ Nach einer ersten CURV 500 Demo in den USA durch Adam Hall North America Sales Director Rob Olsen reiste der Sounddesigner gemeinsam mit Andrew Lloyd Webbers Produzenten Lee McCutcheon nach Deutschland, um im Experience Center der Adam Hall Group in Neu-Anspach das komplette LD Systems Portfolio zu hören. „Irgendwann drehte sich Lee zur mir und sagte: Das klingt wirklich sehr, sehr gut.‘ Wir mussten beide lächeln und der Rest ist Geschichte.“
Für die Live-Demos im Experience Center zeichneten die beiden Field Application Engineers Jens Kleinhuis und Ivan Klepac verantwortlich – Jens als Experte für das LD Systems MAILA Line-Array-System, Ivan für die Installationslautsprecher und das Amping.„Für mich kann es MAILA problemlos mit jedem anderen kompakten Line Array auf dem Markt aufnehmen.“
Brett Jarvis, Sounddesigner bei Masquerade„Für mich kann es MAILA problemlos mit jedem anderen kompakten Line Array auf dem Markt aufnehmen.“
Eine Marke, mehrere Systeme, viele Aufgaben
Basierend auf den klanglichen und funktionalen Anforderungen an das Sounddesign von Masquerade entwickelten Brett Jarvis und sein Team ein vielfältiges Setup, das sich quer durch das LD Systems Lautsprecherportfolio bedient:
Die MAILA Line-Array-Systeme kommen in den größten Räumen des mehrstöckigen Gebäudes zum Einsatz – jeweils als Array-Hangs aus 8x MAILA SAT Satelliten-Lautsprechern mit einer MAILA SPA Endstufe. „Ich wollte, dass die Zuschauer die Musik aus jedem Winkel mit ihrem ganzen Körper fühlen können, ohne dass die Personen, die besonders nah an den Arrays stehen, weggeblasen werden“, so Brett Jarvis. „Für mich kann es MAILA problemlos mit jedem anderen kompakten Line Array auf dem Markt aufnehmen.“ Neben den MAILA SUB Subwoofern setzt Jarvis in den großen Räumen auch auf die ICOA PRO SUB 21, die im Cardioid-Modus in 3er-Clustern noch mehr Tiefton-Power und Präzision beisteuern. „Die ICOA PRO SUB 21 geben dem Score mehr Gewicht, ohne zu dröhnen oder in ruhigeren Passagen zu aufdringlich zu wirken.“
Die CURV 500 Miniatur-Array-Systeme bilden die Basis des gesamten Sounddesigns und kommen in nahezu jedem Raum zum Einsatz. Mit den beiden Satelliten-Typen S2 (Einzel-Satellit) und D SAT (Duplex-Satellit) konnte das Masquerade-Team J-Arrays in jeder gewünschten vertikalen Abstrahlung kreieren. „Das CURV 500 ist sehr clever konzipiert und besticht zudem mit seinem cleanen, architektonischen Look ohne störende Kabel zwischen den einzelnen Komponenten“, bestätigt Brett Jarvis. „Ich kenne nichts Vergleichbares in dieser Preisklasse.“
Die DQOR Installationslautsprecher in den Größen DQOR 3 (3") und DQOR 5 (5") kamen als Effektlautsprecher zum Einsatz und unterstützten den immersiven Klangeindruck in den kleineren Räumen. Brett Jarvis: „Ich bin immer wieder aufs Neue überrascht, wie kraftvoll, detailreich und neutral diese kleinen Systeme klingen.“
Für Szenen im Außenbereich setzte das Team unter anderem auf die IP65-fähigen MAUI i1 Installations-Säulenlautsprecher – sowohl für Sprache und Gesang als auch für Musik. Hier war es besonders wichtig, den Klangeindruck der Innenräume auch außen nahtlos fortzuführen. Ein Eindruck, den auch die renommierte Washington Post in ihrem Review von Masquerade betonte: „The sound (designed by Brett Jarvis) was especially impressive outdoors, where the piped-in orchestra managed to feel lush.”
Die akkubetriebenen ANNY 10 Bluetooth-PA-Lautsprecher kommen als mobile Probenlautsprecher zum Einsatz. Mit ihren integrierten Funkmikrofonen sind sie die ideale Wahl für unkomplizierte GOD-Durchsagen und werden immer dann genutzt, wenn bei technischen Durchläufen kein Bedarf besteht, das festinstallierte Main-Soundsystem hochzufahren.
Um die mehr als 1.000 LD Systems Lautsprecher – mit Ausnahme der aktiven Systeme MAILA und ICOA PRO SUB 21 – anzutreiben, kamen insgesamt 68 IPA 424 T 4-Kanal DSP-Installationsverstärker zum Einsatz. Um diese in das übergeordnete Dante-Netzwerk zu integrieren wurde jeder Verstärker mit einer X-EDAI Ethernet & Dante Erweiterungskarte ausgestattet. Obwohl eine dedizierte Schulung des Teams aus Zeitgründen nicht umgesetzt werden konnte, nutzten die Techniker vor Ort die Design- und Managementsoftware LD Systems QUESTRA zwecks Konfiguration und Monitoring der IPA 424 T Verstärker.
Brett Jarvis, Sounddesigner bei Masquerade„Ich kann das Support-Team gar nicht genug loben und hoffe, dass dies das erste von vielen Projekten ist, die wir gemeinsam umsetzen werden.“
Projekt Support auf allen Ebenen
Das Adam Hall Integrated Systems Support Team stand von Beginn an bereit, um Brett Jarvis und sein Audio-Team in jeder Projektphase zu unterstützen. In der Hochphase des Projekts liefen regelmäßig E-Mails und Nachrichten zwischen den Teams. Ivan Klepac, Field Application Engineer der Adam Hall Group, beschreibt es so: „Wir haben den Kunden nicht nur kontaktiert, wir waren jederzeit erreichbar. Auch an Wochenenden haben wir uns Zeit genommen, um schnell Lösungen zu finden und dem Kunden zeitnah zu antworten. Das war kein gewöhnlicher Produktsupport, sondern eine echte Projektbegleitung."
Ein Beispiel für die technische Tiefe des Supports: Als der Kunde die Integration von CURV 500 Arrays mit je fünf Satelliten pro WMB-Wandhalterung plante, gab es zunächst Bedenken hinsichtlich der mechanischen Belastbarkeit. Obwohl die zulässige Gesamtlast in der Dokumentation eingehalten wurde, bestand der Wunsch nach zusätzlicher Absicherung. In Neu-Anspach wurde daraufhin ein zweitägiger Labortest mit unterschiedlichen Montageszenarien durchgeführt. Das Ergebnis: Die Konfiguration wurde unter realen Bedingungen erfolgreich getestet und durch einen Prüfbericht von LD Systems freigegeben.
In einem anderen Fall war es notwendig, ein gezieltes Firmware-Update für die IPA-Endstufen bereitzustellen. Hierzu analysierte das Projekt-Support-Team gemeinsam mit der R&D-Abteilung in kurzer Zeit die Situation, entwickelte eine neue Firmware und stellte sie dem Masquerade-Team innerhalb weniger Tage zur Verfügung.
„Ivan, Jens und Rob Olsen haben uns bei jedem Schritt optimal unterstützt, waren jederzeit ansprechbar und bewiesen eine enorme Geduld mit unseren endlosen Überarbeitungen der sich ständig weiterentwickelnden Pläne“, erinnert sich Brett Jarvis. „Es macht einfach Spaß, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Ich kann das Support-Team gar nicht genug loben und hoffe, dass dies das erste von vielen Projekten ist, die wir gemeinsam umsetzen werden.“
Auch Sir Andrew ist begeistert
Neben den durchweg positiven Presseberichten zeigte sich auch der Schöpfer des Ur-Musicals „Phantom der Oper“ – Sir Andrew Lloyd Webber – begeistert vom Masquerade-Sound. Dies belegt ein Zitat aus der New York Times, die gemeinsam mit dem Komponisten die Aufführung besuchte: "Half the time I'm thinking, 'Am I happy about the sound here?' But really, I'm very pleased with it".
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Fotos © Oscar Ouk / Rosario Arcuri / Matthew Murphy / Evan Zimmerman
Weitere Informationen:
masqueradenyc.com
ld-systems.com
adamhall.com/integrated-systems